- Von der Lebensgefahr englische Betten zu überziehen und dem Autofahren bei Schnee -
Bettenüberziehen in England? Was soll dabei schon anders sein als in Deutschland?
Die Größe der Decken, die Höhe der Betten und die Schwere der Matratzen!
Die Decken sind kingsize, darunter findet locker eine Großfamilie platz. Eine solche Decke systematisch zu überziehen lässt man am besten sein, das endet nur in einem Nervenzusammenbruch. Um nicht total an sich zu zweifeln findet man sich am besten mit Stoffkneuel, verwurstelten Haaren und hochrotem Kopf ab. Wenn man so darüber nachdenkt wären 2 Menschen wohl viel eher in der Lage solch ein Biest zu bewältigen. Ich habe geschlagene 15 Minuten für meine Zudecke gebraucht bis ich vollends mit der Faltenlage und der Position der Ecken zufrieden war.
Problem Ende? Noch lange nicht.
Als nächstes ist die Matratze dran. Um dieses Federkernteil zu stemmen benötigt es einen Kran. Beim ersten Versuch ist mir das Monstrum gleich zurückgeschnalzt und ich stand verdutzt daneben und hab mich noch gewundert weil sie doch gar nicht so schwer ausgesehen hatte.
Beim zweiten Versuch das selbe in grün, jedoch war diesmal mein Finger im weg, von dem sich die Matratze nicht beeinflussen hat lassen und ihn kurzerhand einfach mit in das Bettgestell gezogen hat - autsch.
Beim dritten versuch dann der erste Erfolg - ich konnte die erste Ecke des Bettlakens über die Matratze ziehen, die zweite und dritte waren auch bald geschafft, nur wie komme ich an die letzte (eingekeilt zwischen Wand und Wand)? Den versuch das Laken über die Ecke zu ziehen gab ich nach einem eingerissenen Fingernagel bald auf - jetzt wurstel und drücke ich es eben jeden zweiten Tag einfach wieder in die Lücke!
Ach und nicht zu vergessen, all diese Bettdecken müssen auch gebügelt werden! Wie das funktionieren soll? Fragt lieber nicht!
Eine andere Geschichte ist wiederrum das Autofahren bei Schnee. Dazu nur folgendes Bild, das Lucy meine Hostmum mir gemailt hat - mit einem grinsenden Smiley dahinter.
Der Inselgott hatte jedoch schließlich Erbarmen mit uns und lies den Schnee größtenteils durch 10°C heute tauen. Einen schöneren Morgen als den heutigen hatte ich schon seit langem nicht mehr, die Sonne schien mir ins Gesicht als ich den ersten Rollo hochgezogen habe. Nach zwei Wochen nasskaltem Wetter und grau bewölktem Himmel begrüßt mich endlich wieder blauer, wolkenloser Himmel und Plusgrade, die sich auch wieder wie welche anfühlen.
Wir deutschen Au Pairs hatte zwar nicht halb so viel Probleme mit den verschneiten Straßen wie die Inselbewohner - manchmal glaubten wir beinahe die einzigen Lebewesen auf den Straßen zu sein - jedoch sind Sightseeingtouren dann doch doppelt so schön ohne eisigen Wind und rutschigen Gehwegen.
7°C und Sonnenschein erwarten uns morgen in Cambridge, außerdem noch wunderbare Bauwerke, seehr viele Colleges, ein beliebter botanischer Garten und viele Gemütliche Pubs.
Bilder folgen!
Love,
Lisa
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